Die Dämmung Ihres Hauses ist eine langfristige Investition, die sowohl Ihren Wohnkomfort als auch Ihre Energiekosten beeinflusst. Doch selbst das beste Material kann versagen, wenn die Dämmung nicht fachgerecht ausgeführt wird. Viele Probleme entstehen nicht nur durch die Materialqualität, sondern auch durch Installationsfehler. Zu wissen, worauf es ankommt, hilft, Feuchtigkeit, Wärmebrücken und schnelle Fassadenschäden zu vermeiden.
Welches Material ist das richtige – Styropor oder Wolle?
Die Wahl des Dämmmaterials ist der erste Schritt bei der Dämmung. Styropor ist leicht, preiswert und einfach zu verarbeiten, verträgt aber Feuchtigkeit weniger gut. Mineralwolle ist dampfdurchlässiger und schalldämmender, erfordert jedoch eine sorgfältigere Installation. Bei der Entscheidung sollten neben den Kosten auch die klimatischen Bedingungen und die Art des Gebäudes berücksichtigt werden.
Häufige Fehler bei der Untergrundvorbereitung
Vor der Installation von Polystyrol oder Mineralwolle muss die Wandoberfläche absolut eben sein. Unzureichende Reinigung, alte Farbschichten oder lose Putzreste können dazu führen, dass sich die Platten lösen und Wärmebrücken entstehen. Eine ordnungsgemäße Grundierung ist ebenfalls wichtig – ohne sie haftet der Kleber möglicherweise nicht richtig.
Fehler bei der Installation von Dämmplatten
Eines der häufigsten Probleme ist eine ungenaue Passung der Platten. Zu große Fugen verursachen Wärmebrücken, und zu starkes Andrücken kann das Material verformen. Die Platten sollten sorgfältig mit versetzten Stößen verlegt und die Ecken besonders präzise zugeschnitten werden. Ungenauigkeiten an den Ecken führen oft zu Feuchtigkeitsansammlungen.
Unsachgemäßes Kleben und Befestigen
Die falsche Verwendung von Polystyrol- oder Mineralwollekleber kann dazu führen, dass sich die Platten lösen. Ein häufiger Fehler ist das punktuelle statt streifenweise Auftragen des Klebers oder die Verwendung einer zu geringen Klebermenge. Bei der mechanischen Befestigung können zu schwache Dübel das Gewicht des Materials nicht tragen, während zu starke Dübel es beschädigen können.
Fehler bei der Fassadengestaltung
Selbst perfekt verlegte Paneele verlieren ihre Eigenschaften, wenn beim Verputzen Fehler gemacht werden. Eine zu dünne Schicht aus Gewebe und Klebstoff oder eine zu dicke Putzschicht können zu Rissen und Abplatzungen der Fassade führen. Unzureichend abgedichtete Fugen und Ecken lassen Feuchtigkeit eindringen, was mit der Zeit Schimmelbildung und eine Verschlechterung der Dämmung zur Folge hat.
Unzureichende Anpassung an die Witterungsbedingungen
Der Einfluss der Witterung wird oft unterschätzt. Die Montage bei zu hoher Luftfeuchtigkeit oder niedrigen Temperaturen schwächt die Haftung des Klebstoffs und die Haltbarkeit des Materials. Die Hausdämmung sollte unter Berücksichtigung der Jahreszeit und der Wettervorhersage geplant werden, um spätere Probleme zu vermeiden.
Wie lassen sich häufige Fehler vermeiden?
- Reinigen und ebnen Sie die Wände vor der Installation gründlich.
- Wählen Sie das Dämmmaterial passend zum Gebäudetyp und den klimatischen Bedingungen.
- Achten Sie auf versetzte Fugen und seien Sie an Ecken besonders vorsichtig.
- Tragen Sie den Kleber gleichmäßig auf und verwenden Sie die erforderliche Anzahl an Dübeln.
- Stellen Sie die korrekte Dicke der Putz- und Armierungsschichten sicher.
- Planen Sie die Arbeiten unter Berücksichtigung der Wetter- und Temperaturbedingungen.
Die Hausdämmung ist eine Investition, die in jeder Phase sorgfältige Aufmerksamkeit erfordert. Wenn Sie die häufigsten Fehler bei der Verwendung von Styropor und Mineralwolle vermeiden, genießen Sie viele Jahre lang thermischen Komfort und eine langlebige Fassade. Eine fachgerecht installierte Dämmung schützt vor Feuchtigkeit, senkt die Energiekosten und steigert den Wert Ihrer Immobilie.
Tom Grau

